ABSOLUT  ANALOG!

 

1984 kaufte ich meine erste Kamera: Eine Praktika Super TL 1000 Spiegelreflexkamera mit drei Festbrennweiten.  Zeit und Blende wurden rein manuell eingestellt. Mit dieser Kamera habe ich viele Dias aufgenommen und seitdem bin ich von der Fotografie fasziniert. Im Laufe der Jahre wechselte ich auf verschiedene Spiegelreflexkameras der Marken Olympus, Canon und Nikon. 2002 habe ich dann auf digitale Kameras umgestellt. 

 

Meine  Praktika aus 1984 habe ich aber behalten. Diese Kamera war der Grundstein für meine Sammlung von mechanischen Kameras. Im Laufe der Zeit habe ich eine stattliche Sammlung von solchen Kameras aufgebaut. Kameras, die hauptsächlich zwischen 1870 und 1965 erzeugt wurden. Alle Kameras funktionieren noch! Es hat in der heutigen Wegwerfzeit etwas Magisches, wenn man so alte Kameras in den Händen hält. Was haben die einstigen Besitzer mit diesen Kameras  fotografiert, was war ihnen damals eines Fotos würdig? Zu bedenken ist, dass das Filmmaterial damals erhebliche Kosten verursacht hat. Diese alten Kameras haben schon aufgrund der verwendeten  Materialien eine faszinierende Ästhetik: Messing, Chrom, Leder, Holz und eine Feinmechanik wie ein Uhrwerk wirken hochqualitativ und zeitlos. Nachfolgend eine Teilansicht von meiner Sammlung:

Vor ein paar Jahren packte mich die Neugier und ich fing an, mit verschiedenen Kameras aus meiner Sammlung zu fotografieren. Dies war neben der unterschiedlchen Bedienung  insofern eine Herausforderung, da die Kameras zwar funktionieren, aber doch gewisse Einschränkungen aufgrund des hohen Alters aufweisen. Beispielsweise können die Kameraverschlüsse aufgrund verhärteter Schmiermittel und  erlahmenden Federn abweichende Verschlusszeiten verursachen. Ich fotografiere  mit alten Plattenkameras auf Planfilm, mit verschiedenen Rollfilmkameras (meine Lieblinge) und mit Kleinbildkameras.... unter anderem auch mit einer Leica IIIf aus 1951 und einer Rolleiflex T aus 1960. Nachfolgend seht ihr einige Kameras, mit denen ich (mit großer Freude) fotografiere:

Filme für diese Kameras gibt es mittlerweile wieder genügend. Hier ist besonders Foto Impex in Berlin als Bezugsquelle sehr interessant.   Ich entwickle die von mir aufgenommenen Schwazrweißfilme selbst. Die Filmentwicklung  hat  etwas mit Alchemie zu tun. Es ist ein gewisses Abenteuer mit unwahrscheinlich vielen Möglichkeiten, die Entwicklung zu beeinflussen. Zufall spielt jedoch dabei mit und dies macht die Entwicklunng so spannend und kreativ.  Nachfolgend seht ihr Fotos, die ich mit den Kameras aufgenommen und selbst entwickelt habe:

Alle Fotos: © Alois Seethaler